Samstag, 4. Oktober 2014

Strange.

Ist es nicht seltsam, dass wir vom Glück glauben, wir hätten es verdient, aber vom Unglück denken, es wäre nicht gerecht? Ist es nicht seltsam, dass Erfahrungen, die wir vergessen wollen, uns am längsten in Erinnerungen bleiben, aber die Momente, die wir festhalten möchten, so schnell an Deutlichkeit verlieren? Ist es nicht seltsam, dass wir darauf bestehen, für eine Sache kämpfen zu dürfen, es aber lästig empfinden, um etwas kämpfen zu müssen? Ist es nicht seltsam, dass wir ein Leben lang das Glück in der Liebe suchen, anstatt das Leben zu lieben und unser Glück darin zu finden? Ist es nicht seltsam, dass Freudentränen genau so schmecken wie die aus Schmerz und Kummer, sie unserem Leben aber einen völlig anderen Geschmack verleihen? Ist es nicht seltsam, dass alles gegeben zu haben immer noch zu wenig sein kann und nichts zu bekommen einen irgendwann zu viel wird?